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Etosha-Nationalpark
An seinen fast 50 Wasserstellen finden wir beinahe alle Tierarten des südlichen Afrika - außer Löwen -. Natürlich leben Löwen hier, nur haben wir keine gesehen. Die beste Zeit für Tierbeobachtungen ist von Sonnenaufgang bis ca. 11.00 Uhr und in den Nachmittagsstunden ab 16.00 Uhr. Dabei mußten wir immer die Zeit im Auge behalten und bis zum Sonnenuntergang wieder im Camp sein, da ansonsten das Camp verschlossen wird und wir die Nacht hätten im Freien verbringen müssen. Kein sehr angenehmer Gedanke.
In dem alten Fort Namitoni aus Zeiten deutscher Besetzung kann man heute sehr schön übernachten. Leider war für uns kein Platz mehr frei, so daß wir in das weniger luxuriöse, aber viel preiswertere Camp Halali inmitten des Nationalparks ausweichen mußten. Jedoch auch hier sind die Übernachtungspreise auf Grund der begrenzten Anzahl sehr hoch.
Nach drei Tagen Tierbeobachtungen setzten wir unsere Reise fort.
InformationUnterkünfteIm Park selbst gibt es drei Unterkünfte und einige gesicherte Toiletten. Alle drei Unterkünfte haben nachts beleuchtete Wasserlöcher.
Okaukuejo Der Turm Okaukuejo Blick auf Okaukuejo vom Turm aus Fort NamutoniOkaukuejo ist der Name einer ehemaligen deutschen Polizei- und Militärstation im Süden des Nationalparks. Der Ort hieß ursprünglich Okakwiya, „die Frau, die jedes Jahr ein Kind gebärt“. Heute haben dort die Parkverwaltung und das ökologische Institut ihren Sitz. Nach dem Ausbruch der Rinderpestepidemie 1897 wurde hier eine Kontrollstelle zum Abgrenzen des ganzen nördlichen Landes errichtet, um die weitere Verbreitung der Seuche aus den nördlich gelegenen Ovambogebieten zu verhindern. 1901 wurde sie ein befestigter Militärposten und ein paar Jahre später nach dessen Zerstörung wurde eine Polizeistation mit einem runden Kalksteinturm errichtet. Der heutige Turm wurde erst 1963 erbaut. 1953 wurde hier der erste Wildhüter im Etosha-Gebiet stationiert. Zu dieser Zeit lebten noch Haikom-Buschmänner als einzige Menschen innerhalb des Parkgeländes. Nachdem das Etosha-Naturschutzgebiet nach dem Zweiten Weltkrieg immer mehr zu einer auch touristischen Attraktion wurde, entstand zunehmender Unterkunftsbedarf. So wurde Okaukuejo 1950 das erste der Allgemeinheit zugängliche und ganzjährig geöffnete Rastlager im Etosha-Nationalpark. Heute verfügt es über ein Restaurant, eine Post, Souvenirläden, zwei Schwimmbäder und eine Touristeninformation, in der Besucher ihre Tagesbeobachtungen eintragen können. Damit können sich die anderen Besucher über besuchenswerte Wasserlöcher informieren. Direkt neben dem Camp befindet sich eine natürliche Wasserstelle, die nachts von einem großen Scheinwerfer monochromatisch beleuchtet wird. Hier kann man mit Glück auch die tagsüber meist versteckt lebenden Nashörner sehen. Die Menschen sind durch eine etwa meterhohe Steinmauer und einen von der Mauer schräg zum Boden gespannten Maschendrahtzaun mit etwas Stacheldraht geschützt. Einen 100%igen Schutz vor Löwen bietet er allerdings nicht, deshalb sollte niemand ganz alleine hier in der Nacht ausharren.
Namutoni Namutoni ist ebenfalls eine ehemalige Polizei- und Militärstation im Ostteil des Nationalpark, 123 km von Okaukuejo entfernt. Der Name leitet sich von dem Hererowort Omutjamitinada ab und bedeutet „von oben herab stark fließendes Wasser“. Heute wird sie als Besucherzentrum des Nationalparks verwendet. Das Wasserloch bei Namutoni wurde von John Andersson und Francis Galton 1851 als ersten Europäern entdeckt. Namutoni wurde wie Okaukuejo 1897 als Kontrollstelle gegen das Vordringen der Rinderpest errichtet. Später wurde eine befestigte Station – Fort Namutoni – daraus. Nach dem Ersten Weltkrieges verfiel die Anlage. Erst mit Gründung des Etosha-Nationalparks bekam das verfallene Fort wieder Bedeutung; es wurde 1957 wieder aufgebaut und zunächst als Stützpunkt der Parkverwaltung und sehr einfaches, nur in den Wintermonaten geöffnetes Rastlager für Besucher des Nationalparks verwendet. Das Fort selbst wurde teilweise zum Museum umgestaltet und ist heute offizielles Nationaldenkmal Namibias. Die touristische Infrastruktur wurde nach und nach erweitert und verbessert, so dass ein ganzjähriger Beherbergungsbetrieb ermöglicht wurde. Das Camp befindet sich in der Nähe der Fischer-Pfanne und zieht viele Vögel an. Sie bildet die Verbindung zwischen Etosha-Pfanne und den prähistorischen Zuflüssen Omuthiya und Omuramba-Owambo.
Halali Halali ist der Name des 1967 für den allgemeinen Tourismusverkehr eröffneten Übernachtungscamps. Es liegt jeweils ca. 70 km von den beiden anderen Camps Okaukuejo (westlich) und Namutoni (östlich) entfernt. Ganz in der Nähe von Halali kann man die einzigen Berge im östlichen Teil des Parks sehen. Von einem der Hügel beim Camp (Halalikoppie) kann man die Tiere am Moringa-Wasserloch beobachten. Auf einem Hügel in der Nähe betrieben die deutschen Truppen einen Heliographen, um den Kameraden in Fort Namutoni zu signalisieren, daher kommt der Name des zweiten Wasserloches in der Nähe des Camps, „Helio“.
Webadressen: http://www.rhino-trust.org.na/
Texte teilweise übernommen aus WIKIPEDIA |
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| Update 18.01.2007, 13.42 © Martin & Silvia Prange Optimale Auflösung: 1024 X 768 Pixel | ||||||||