Der Grenzübergang liegt für Namibia völlig untypisch im Grünen. Wir dachten, saftige Wiesen und grüne Bäume findet man in Namibia nicht. Die Einreise klappte problemlos und wir fuhren von hier aus nach Katima Mulilo. 
Unterwegs stehen am Straßenrand immer wieder große blaue Zelte. Hier leben überwiegend Flüchtlinge aus den angrenzenden Ländern Angola und Zimbabwe. In diesem Teil des Landes herrscht eine unvorstellbare Armut, die auf uns sehr bedrückend wirkt. Überall in den Dörfern sind das UNHCR, UNICEF und andere Hilfsorganisationen im Einsatz.
In Katima Mulilo angekommen suchen wir zunächst eine Werkstatt auf. Den Rest des Urlaubs auch noch mit einem defekten Fahrzeug zu fahren dazu haben wir keine Lust. Der Mechaniker kann aber leider nur einen Teil der Probleme beheben, mit einer neuen Benzinpumpe und einem Filter. Als der Wagen aufgebockt wurde entdecken wir auch, daß der unter dem Wagen angebrachte zweite Reservereifen inzwischen fehlte. Es befand sich nur noch das abgerissene Seil unter dem Wagen.
Wir übernachten auf der Sambesi Lodge für 55,-- N$. Der an die Lodge angrenzende Campingplatz ist wunderschön am Sambesi gelegen. Die Lodge wird allerdings von bewaffneten Posten bewacht, die auch tagsüber über das Gelände laufen, da vor einiger Zeit bereits einige Flüchtlinge aus Sambia versucht hatten über den Fluß zu schwimmen.
Die Fahrt durch den Caprivi Streifen verlief reibungslos, noch vor wenigen Monaten konnte die Strasse nur mit Militärbegleitung befahren werden. 
Immer wieder fuhren wir an landestypischen " Siedlungen" vorbei, die hier Kral heißen. Ein hoher Zaun umgibt einen Platz, um den einige Häuser errichtet wurden, ein schmaler Eingang führte zum Innern der Strohhäuser.
Um die Mittagszeit kommen wir in Mahango an. Hier sehen wir uns die Popa Falls an. Das sind allerdings keine Wasserfälle, wie der Name vermuten läßt, sondern Stromschnellen mit 4 m Gefälle. Ein sehr schöner Wanderweg fürt uns zu den Stromschnellen. Einige Kinder vergnügen sich in dem schnell fließenden Wasser. Wir sind hier mal wieder die einzigen Touristen.
Copyright Martin Prange
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