Weiterfahrt in den Chobe Nationalpark
Schon sehr früh starteten wir in Richtung Chobe Nationalpark. Wir durchfahren ein kleines Dorf in dem wohl die Mitarbeiter des Parks wohnen. Der Mann auf dem Dach flickt gerade sein Haus. Die Hölzer im Vordergrund sollen sie Menschen vor den Wildtieren schützen..
Bild: Unterwegs auf der " Hauptstrasse" zum Chobe Nationalpark...
Noch 40 Km bis zum Chobe National Park, der Weg wird sehr sandig und der Sand sehr tief. Die Strecke erfordert vom Fahrer erhöhte Aufmerksamkeit. Immer wieder liegen dicke Äste auf dem Weg, manchmal müssen wir uns eigene Wege suchen. Da passierte es... Ein lautes Knirschen, na macht nichts, ein Blick in den Rückspiegel - alles noch dran... Beim nächsten Blick auf den Tacho bemerkten wir dann den Schaden, der Tacho sowie der Kilometerzähler funktionierten nicht mehr! Na toll, sollte jetzt noch die Tankanzeige ausfallen haben wir den Salat!! " Verbrauch pro Stunde" stand nicht in der Bedienungsanleitung -)) Den weit aus größeren Schaden bemerkten wir erst 1000 km weiter, wir hatten unseren (zweiten) Reservereifen abgerissen. Der Reifen war am Benzintank befestigt... Ich mag gar nicht weiter denken!
Die weitere Fahrt in den Chobe wurde immer spannender, denn irgendwann leuchtete die Anzeige im Armaturenbrett auf. Wir hatten ein " elektronisches Problem" . Im Handbuch stand dazu nur der eine Satz: " Leuchtet die Lampe, suchen sie bitte so bald wie möglich einen Toyota-Händler auf." Na klasse!! Wir wollten aber nicht noch einen Tag verlieren. Also sind wir weiter gefahren, denn der Weg zurück nach Maun war genauso weit wie der nach Kasane. Nach weiteren zwei Stunden fing der Wagen an zu stottern und zu springen, das konnte nur der Benzinfilter sein. Sobald ich ordentlich Gas gab trat das Problem nicht auf. Aber Spaß macht so etwas nicht, die Sorge liegen zu bleiben machte uns ganz schön zu schaffen.
Die Fahrt entlang der Marshroute war teilweise sehr schlammig. Wir haben uns eigene Wege durch hohes Gras gesucht, weil der eigentliche Weg nicht befahrbar war. Einmal hatten wir große Probleme überhaupt voran zu kommen. Für ca. 110 km haben wir heute 5 Stunden benötigt. Es war eine landschaftlich wundervolle Fahrt entlang der Savuti Marsh, teilweise schlammig mit viel Sand und teilweise Savanne.
Immer wieder sahen wir große Herden von Springböcken. Wildschweine und Giraffen suchten sofort das Weite als wir uns näherten, es war toll.
Das Camp Savute ist sehr rege besucht, da auch viele Reiseveranstalter das Camp anfahren. Entsprechend laut geht es dort zu. Die sanitären Anlagen sind von herausragender Qualität, mit Sonnenenergie wird warmes Wasser gewonnen, das Haus wird von einem hohen Schutzwall vor den Elefanten geschützt.
In einer der nahegelegenen Lodge fragen wir nach ob es dort einen Mechaniker gibt, der sich einmal unser defektes Fahrzeug ansieht. Jedoch hat der Monteur nach einem kurzen Blick unter die Motorhaube nur beim Anblick der vielen Kabel den Kopf geschüttelt. Also ging es am nächsten Tag mit dem kaputten Auto weiter nach Kasane.
Morgens kurz nach Sonnenaufgang fuhren wir Richtung Norden. Einige Kilometer vom Camp entfernt wurde der Sand immer tiefer. Dieses Teilstück von etwa 20 Km war das schwierigste von allem was wir bisher befahren hatten, das sollte auch so bleiben.
Wir entdeckten in diesem Gebiet viele Tiere, konnten jedoch nicht anhalten. Wir waren froh daß wir nicht stecken blieben. Der tiefe Sand endete zum Glück nach ca. 1 Stunde Fahrt.
Irgendwann geht dann der Chobe Game Park über in den Chobe Forrest über und das Landschaftsbild ändert sich völlig. Wir fuhren stundenlang durch dichten Wald bis nach Kasane.
Die Chobe River Lodge hat einen Campingplatz, der direkt am Wasser liegt. In dem Wasser leben nicht nur Nilpferde sondern auch Krokodile. So gerne wir mal schwimmen gehen wollten, hier ließen wir es besser.
Für den Nachmittag meldeten wir uns zu einer Flußsafari an. Auf offenen Booten geht es in den Nationalpark. Vorbei an vielen Tieren fuhren wir bis in die Abendstunden durch den Nationalpark. Erst nachdem die Sonne bereits untergegangen war kehrten wir zurück.
Hier haben wir auch unsere ersten Löwen in freier Wildbahn gesehen. Faul lagen sie im Schatten und ließen es sich gut gehen.
An unserem letzten Tag in Botswana fuhren wir noch einmal durch den Chobe Nationalpark und passierten dann die Grenze nach Namibia über die Ngoma Bridge.