Nach unserem kurzen Frühstück fuhren wir sofort los, denn ein langes Stück Highway lag vor uns. Unsere erste Station war Port Hedland, eine Hafenstadt in der die größten Frachter und die längsten Züge der Welt mit Eisenerz und Salz beladen werden. Einen guten Überblick über den Hafen und die von rostbraunem Staub bedeckte Stadt verschafften wir uns von dem am Visitor Center stehenden Tower.
Die Stadt Port Hedland (11.000 Einwohner), an der Nordwestküste der Pilbara, erstreckt sich auf einer Insel, die mit dem Festland durch drei Dämme verbunden ist. Im 19.Jh. war es wie die meisten Häfen im tropischen Norden ein Perlenfischerhafen. Die große Zeit begann mit dem Eisenerzboom in den Jahren nach 1960, inzwischen wurde Port Hedland zu dem Hafen Australiens, der die meiste Tonnage pro Jahr verlädt. Eisenerz aus den Tagebauminen im bis zu 400 km entfernten Binnenland wird hier auf gewaltige Erztransporter verfrachtet. Besucher sind bei der Verladung des Eisenerzes im Hafen willkommen, das Touristenbüro nimmt Voranmeldungen entgegen. Die Gewinnung von Salz, durch Verdunstung von Wasser, auf flachen Salzpfannen ist neben der Eisenerzverschiffung der zweite Wirtschaftsfaktor, der die Landschaft geprägt hat. Wenige Kilometer außerhalb auf der Redbank Bridge blicken wir auf eine weitere Verladestation für Salz.

Update: 21.10.2008, 17.53 © Martin & Silvia Prange Optimale Auflösung: 1024 X 768 Pixel