Die Fahrt zum Ningaloo Reef unterbrachen wir nur einmal an einem Scenic Lookout mit dem Namen At a Rock Hill. Diesen Lookout haben uns unsere Freunde Elmar und Andrea empfohlen. Die Aussicht auf die teilweise überflutete Landschaft war toll. Wenige Kilometer vorher hatten wir zwei Steine in das Auto geladen, denn auf einem von Touristen aufgeschichteten Steinhügel wollten auch wir uns mit einem signierten Stein verewigen.
In Carnavon kauften wir schnell noch im Supermarkt ein, tankten das Auto auf und dann nichts wie weg. Es war unerträglich heiß in der Stadt, so daß wir von unserem Vorhaben abließen hier zu übernachten. Es war auch erst 14 Uhr, so daß die Strecke von 220 km bis Ningaloo Reef noch zu schaffen war.
Circa eine Stunde vor Sonnenuntergang hatten wir den kleinen Strandort Coral Bay erreicht und buchten für den nächsten Tag eine Manta Ray Tour für 95 Dollar. Da die Tour um 7.45 Uhr begann konnten wir wieder einmal nicht ausschlafen. Die Erlebnisse des Tages waren es aber auf jeden Fall Wert auf ein paar Stunden Schlaf zu verzichten. Coral Bay, 150 km südlich von Exmouth, ist ein guter Ausgangspunkt für eine Riffbesichtigung. Hier beginnt es schon 100 m hinter dem Strand das Riff. Wer die 100 Meter nicht schwimmen mag kann sich ein Glasbodenboot mieten und hinaus fahren

Heute ging es endlich zu der gebuchten Manta Ray Tour. Wenige Minuten vor 8 Uhr konnten wir an Bord des Schnellbootes gehen. Mit langsamer Fahrt fuhren wir an der Küste entlang. Sobald wir uns von der Küste entfernt hatten entdeckten wir zwei Flugzeuge, die in Funkkontakt mit unserem Boot standen und die Manta Ray' s aus der Luft ausfindig machten. Nach circa 30 Minuten rasanter Bootsfahrt hatten wir sie gefunden. Als alle Schnorchler ihre Anzüge, die sie vor den Feuerquallen schützen sollten, angezogen hatten, ging es sehr schnell bis alle im Wasser waren. Alle? Nein, Silvia war schneller wieder raus als sie drin war, sie fühlte sich ohne Schwimmweste nicht sicher. Endlich im Wasser machte einer der Riesen eine Rolle rückwärts, so daß man die weiße Unterseite sehen konnte.

Mit meiner Kamera machte ich ein Foto nach dem anderen. Der Manta Ray ist ein schneller Schwimmer, so daß wir irgendwann nicht mehr mithalten konnten. Also ins Boot zurück und hinterher. Nachdem wir nach einigen Stunden alle müde und durchgefroren waren, krochen wir ins Boot zurück. Dort wurde Kaffee und Gebäck gereicht. Unterdessen fuhr das Boot zu einer anderen Stelle an dem Manta Ray's gesichtet worden sind. Dort konnten wir außerdem Korallen und einige bunte Fischschwärme bewundern. Silvia und ich waren die letzten die aus dem Wasser kamen. Zum Abschluß besuchten wir noch einen anderen Bereich in dem Seeschildkröten leben. Während der Rückfahrt nach Coral Bay sonnten sich fast alle an Deck. Der Ausflug war wirklich ein tolles Erlebnis.
Update: 21.10.2008, 17.52 © Martin & Silvia Prange Optimale Auflösung: 1024 X 768 Pixel