Dieser riesige fast 186 000 km² große Nationalpark verlangt eigentlich einen wesentlich längeren Aufenthalt wir ließen uns aber " nur" 3 Tage Zeit. Zuerst fuhren wir zum Z Bend, einer vom Murchison River erzeugten Schlucht in Form eines Z. Von den Klippen am Kalbarri Z Lookout hat man einen herrlichen Ausblick Nicht weit davon (ca 5 Autominuten) entfernt liegt das Natures Window am The Loop.
Am Nachmittag kümmern wir uns erstmal um ein Platz auf einem Campingplatz Unsere Wahl fällt auf den sehr gut ausgestattenten Kalbarri Tudor Caravan Park.
Die Stadt Kalbarri liegt etwa 580 km nördlich von Perth zwischen Gerladton und Carnarvon si ist ein beliebter Ferienort. Neben den einmaligen Schluchten (übrigens nicht die Einzigen während dieser Rundreise) entlang des Flusslaufs und der Küste des Kalbarri National Park, im gesamten Kalbarri National Park gibt es unzählige Wanderwege.
Am nächsten Morgen machten wir unseren Camper startklar und fuhren zur Post um die ersten Grußkarten nach Hause zu schicken. Auf dem Weg kamen wir an einem Fahrradverleih vorbei und ich begann Silvia zu bearbeiten, doch anschließend die paar Kilometer mit dem Fahrrad in den Nationalpark zu fahren. An der nächsten Ecke sahen wir dann auch noch einen Fahrradweg in Richtung Kalbarri Coast, da hatte ich sie soweit.

Sie stimmte mir zu Fahrräder zu leihen, denn was sind schon 36 Kilometer. Um 9 Uhr 45 waren wir soweit und fuhren los. Unser Proviant bestand aus zwei Äpfeln, ein Paket Plätzchen und drei Liter Wasser. Der Fotoapparat mußte natürlich auch noch mit in den Rucksack. Immer bergauf fuhren wir Stunde um Stunde.
Die ersten anderthalb Liter Wasser waren bald getrunken. Bevor ich es vergesse, die Fliegen marterten uns auf der gesamten Strecke. Blies uns der Wind ins Gesicht so war es fliegenfrei, sobald der Wind auch nur ein wenig nachließ, oje, da ging es los. Zeitweise hatte jeder von uns 50 Fliegen um sich herum (unter und auf der Brille, in den Ohren, auf und in der Nase und am Mund). Wo immer die Fliegen nur ein wenig Flüssigkeit fanden waren sie da. Von den Fliegen total genervt vergaßen wir bald die schöne Umgebung. Die Küste mit ihren traumhaften Aussichtspunkten auf den Indischen Ozean interessierte uns nicht mehr. Wir wollten nur noch die Fahrräder abgeben und mit dem Camper die restlichen Aussichtspunkte abfahren.
Gesagt - getan! Um 14:30 Uhr waren wir wieder in der Stadt und tauschten die Fahrräder gegen unseren Camper aus. Sofort fuhren wir wieder in den Nationalpark und besuchten die Aussichtspunkte Mushroom Rock, Rainbow Valley und Eagle Georges Natural Bridge.
Aber so richtig genießen konnten wir nicht mehr. Wir hatten beide einen Sonnenbrand im Gesicht und an den Armen, so daß wir eigentlich nur noch eins wollten, nämlich raus aus der Sonne.Heute lachen wir über dieses Erlebnis, denn wir sind abends wie tot ins Bett gefallen mit der Gewissheit, in Australien nie mehr bei 35° C Fahrrad zu fahren.
Der National Park liegt in einer eindrucksvollen Flusslandschaft des Murchison River mit grandiosen Schluchten und weiten Sandebenen. Der Murchison River hat sich in über 400 Mio. Jahren eine tiefe Schlucht in das dicke Sandsteinplateau gegraben und führt fast ganzjährig Wasser, im Sommer oft nur an Wasserlöchern.
Update: 21.10.2008, 17.53 © Martin & Silvia Prange Optimale Auflösung: 1024 X 768 Pixel