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Nun geht es endlich weiter, wir fahren in das Mekong Delta. Mit einem PKW verlassen wir Saigon und fahren in den 132 km entfernten Cai Be Distrikt. Hier wartet schon unser Guide an der Bootsanlegestelle. Diesmal ist es eine
zierliche junge Frau, max. 150 cm groß, mit einem
traditionellen Strohhut auf dem Kopf. Ihr Name ist Dam.
Wir warten gemeinsam einige Minuten am Bootsanleger
während sich der Fahrer, der uns herbrachte von uns
verabschiedete. Er nahm auch unser Gepäck mit, da wir
dies während der Bootsfahrt nicht brauchten. Als unser
Ausflugsboot angekommen war fuhren wir zu dritt einige Stunden durch das Mekong Delta. Wir besuchten mehrere
Handwerksbetriebe die sich auf den umliegenden Inseln angesiedelt haben. Wir sehen
wie unterschiedlich Reis verarbeitet werden kann, wie
Bonsai-Zuchtfarmen aussehen und Obstplantagen
bewirtschaftet werden. Wieder einmal sind wir die einzigen Touristen und genießen den herrlichen
Tag mit vielen interessanten Erklärungen und oftmals
witzigen Erzählungen von Dam. Wir bekommen auch sofort Kontakt mit den Bewohnern da unsere Begleitung in vietnamesisch eine Frage stellen kann und anschließend für uns übersetzt. Das war eine schöne Zeit und wir erfuhren doch so eine Menge mehr als es in einer großen Gruppe möglich gewesen wäre.
Um 17:00 Uhr fahren wir für heute unser letztes Ziel, an eine Gästelodge. Hier würden wir übernachten. Das wussten wir..., dass wir unser Gepäck benötigen auch..., nur war unser Gepäck nicht da! Hier hat es
wohl ein Missverständnis gegeben, da der Fahrer wohl
davon ausging, dass wir unser Gepäck für die Nacht bei
uns hatten. Dam rettete die Situation, sie rief
kurzerhand mit ihrem Handy den Fahrer an dass er unser Gepäck auf ein Boot laden und vorbeibringen sollte! Ca.
zwei Stunden später waren unsere Rucksäcke wieder da
wo wir waren. In der Zwischenzeit hatten wir uns bereits
umgesehen. Unser Zimmer war sehr geräumig, mit zwei Feldbetten und einer Wäscheleine als Kleiderschrank. Hinter dem Haus befanden sich Dusche und Toilette. Soweit so gut, wir mussten jedoch schon erstaunt geblickt haben. Unsere Gastgeber gaben sich alle Mühe, uns den Aufenthalt so schön wie möglich zu machen.
Zuerst gingen wir mal zum Nachbarhaus, in dem die
Tochter und der Schwiegersohn unserer Gastgeber lebten.
Die Tochter hatte vor ein paar Monaten ein Baby
bekommen. Dam wusste natürlich davon und hat extra einen Fotoapparat mitgebracht um das Baby
abzulichten. Wir wurden auch hier herzlich begrüßt, Tee wurde gereicht und Früchte auf den Tisch gestellt. Es hat richtig Spaß gemacht, bei dieser Familie zu sein und zu sehen wie sie den Tag verbringen. Als wir zu unserem Zimmer
zurückkehrten wollten wir eigentlich die Akkus für die
Videokamera aufladen, mussten aber feststellen, dass es
keinen Strom gab.
Der Abend bricht an und Silvia wird von unserer
Reiseleiterin Dam eingeladen beim Kochen zu helfen. Sie hilft Frühlingsrollen zu
füllen. Ich war sehr überrascht wie hier das Essen zubereitet wird. Es wird auf offenem Feuer gekocht, alles ist unglaublich
einfach. Hier ist noch Fantasie bei der Zubereitung der
Speisen gefragt. Für uns wird natürlich ein
" besonderes" Essen bestehend aus mehreren
Gängen gekocht. Die Familie nimmt das Abendessen dann
auch unter sich ein.
Für uns wird ein " Candle-Light-Dinner" vor
dem Haus arrangiert. Das war wirklich ein
unvergesslicher Abend. Nicht nur das Essen war
hervorragend, es stimmte einfach alles.
Nach dem Essen setzt sich der Großvater des Hauses zu uns und wir unterhalten uns sehr lange über unsere unterschiedlichen Lebensweisen. Man glaubt gar nicht mit wie wenig man zufrieden sein kann, wir waren es an diesem Abend. Ein gutes Essen, vier Stühle, zwei Kerzen und vier Personen die sich trotz der unterschiedlichen Sprachen sehr gut unterhalten und auch verstanden haben.
Als es endlich Zeit war ins Bett zu gehen war noch
immer der Strom ausgefallen und wir konnten auch den Deckenventilator nachts nicht nutzen, war das eine Hitze. Zum Glück gab es wenigstens Moskitonetze über
den Betten.
Am nächsten Tag besuchten wir noch eine Ziegelei, und staunen über die schwere der Arbeit die hier zu
verrichten ist. Hier arbeiten nur junge Menschen und
sogar sehr viele Frauen.
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