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Die Fahrt von Phan Thiet/Mui Ne nach Saigon (198 km) dauert 3,5 Stunden Fahrt. Der Bus verkehrt hier nur einmal am Tag. Diesmal fahren wir erst nachmittags ab, so dass wir erst in der Dunkelheit Saigon erreichen. Hier sind die Strassen noch voller und der Verkehr kommt teilweise zum Erliegen. Um die Strasse zu überqueren muss man höllisch aufpassen. Hier geht es viel hektischer zu als in allen anderen Städten die wir während unserer Reise besucht haben. Zu allem Übel wird dann am heutigen Abend ein Teil der Stadt für den Verkehr gesperrt, denn es finden zum 29. Mal die Feiern zur Befreiung der Stadt Saigon von den Amerikanern statt. Die Strassen sind geschmückt, überall wird ausgelassen gefeiert und die Restaurants sind überfüllt. Wir hatten Glück und wurden zum Abendessen in ein eigentlich " ausgebuchtes" Restaurant eingelassen, wahrscheinlich weil wir Touristen waren und damit die Gastfreundschaft zum Ausdruck gebracht werden sollte. Wir übernachten im Oscar Hotel, zu dem wir erst am späten Abend zurückkehren. Wie immer befindet sich das Hotel im Zentrum der Stadt. So sind (fast) alle Sehenswürdigkeiten zu Fuß gut zu erreichen. Also machten wir am nächsten Tag erst einmal einen langen Spaziergang durch die Stadt und schauten uns die auf unserem Weg liegenden Sehenswürdigkeiten in aller Ruhe an. 

Am Nachmittag besorgten wir uns noch ein Busticket zu den Tunneln von Cu Chi, einer weiteren Attraktion in Saigon. 

Am nächsten Morgen fuhren wir dann die ca. 35 km zu dem heutigen " Freilichtmuseum" mit den unterirdischen Gräben und Stollen des Vietcong. 

Die ersten Tunnel wurden im Jahre 1948 im Kampf gegen die französischen Kolonialregime ausgehoben. Bauernfamilien brachten in ihnen ihre Vorräte und manchmal auch sich selbst in Sicherheit. Sie dienten auch als Versteck für Munition und Waffen. 

Dieselben Tunnel benutzten die Vietnamesen als Jahre später die Amerikaner ihre Quartiere in Saigon errichteten. 

Im Jahr 1968 erstreckte sich das unterirdische Netz über eine Strecke von insgesamt mehreren hundert Kilometern. Die Tunnel führten ca. 5 bis 6 m unter die Oberfläche und bestanden an einigen Stellen sogar aus mehreren Stockwerken. Manche Tunnel verliefen sogar unter Flussläufen und waren nur unter Wasser zu erreichen.   

Heute sind einige " Besucher-Tunnel" teilweise so präpariert, dass man durch sie auf einer Länge von ca. 100 m hindurchkriechen kann um sich in etwa in die Lage der seinerzeitigen Partisanenkämpfer zu versetzen. 

Außerdem existiert auf dem Gelände ein Schießplatz, wo man sich für einige Dollar als " Held" fühlen kann.

Außerdem werden Panzer und verschiedene Arten von Fallen zur Schau gestellt. 


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Update 01.12.2009, 18.03 © Silvia & Martin Prange Optimale Auflösung:  1024 X 768 Pixel