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Der heutige Tag ist eine Katastrophe. Um 7:00 Uhr geht der Bus von Hoi An nach Nha Trang. Schon die Ankündigung für die 514 Km 11 Stunden zu benötigen treibt uns den Schweiß auf die Stirn. Bei der Fahrt staunen wir immer wieder wie bergig Vietnam doch ist. Ich habe drei Berge gezählt die wir mit unserem Bus bezwingen mussten. Der Fahrer riskiert alles und überholt dauerhupend in allen Kurven. In den Serpentinen versperren immer wieder liegen gebliebene LKWs die Fahrbahn. Sobald der Fahrer in die Nähe des LKW's kommt wechselt er die Fahrbahn und umfährt  hupend das Hindernis. Sollten Mopedfahrer entgegen kommen müssen diese auf den Standstreifen flüchten. Der Fahrer fährt immer mehr auf der Gegenfahrbahn als auf der eigenen. Nur wenn ein " Auto" entgegen kommt benutzt er die richtige
Fahrspur. Fußgänger oder Zweiräder springen oder sie sind tot. Wenn der Fahrer ein Zeichen von entgegen kommenden Fahrzeugen erhält fährt er wie ausgewechselt, er weiß auf welcher Seite die richtige Fahrspur ist und
das Hupen wird eingestellt. Dann sehen wir sie auch... die Polizeikontrolle. Sobald wir vorbei sind geht das gefährliche Spiel von Neuem los. Das nächste Mal würde ich den Privattransfer bevorzugen. Zu drei Zielen hatte der Reiseveranstalter einen PKW inkl. Fahrer für uns bereitgestellt, die Fahrt war viel entspannter und nicht so gefährlich.
Die nächste Nacht verbringen wir im Hotel Que Huong Hotel, direkt an der Strandpromenade von Nha Trang. Für die restlichen
zwei Sonnenstunden gönnen wir uns am Strand eine Pause, die 11 stündige Fahrt hat uns den Rest gegeben. Wir müssen nur die breite Strasse überqueren (kann für den Ungeübten zum Problem werden) und können schon am Strand unter einem Strohdach auf einer Liege ausruhen. Die Liegen kosten 2.000 Dong (pro Liege für den ganzen Tag). Zur Mittagspause kann die Liege verlassen werden, sie ist für den ganzen Tag
reserviert. Auf dem Sand kann man nicht liegen, der ist so heiß dass der Weg zum Wasser nur einem Fakir Spaß macht. 
Am Abend leihen wir uns ein Moped, wir wollen uns auch mal den Spaß gönnen und hupend die Strassen erkunden. Nach  15 Minuten merke ich, dass es tatsächlich nicht ohne Hupe geht. Die anderen Verkehrsteilnehmer verlassen sich darauf, dass der neben ihnen Fahrende ihnen mitteilt, dass er nicht abbiegen sondern geradeaus fahren will. Wir erkunden die Stadt
und suchen zuerst eine Tankstelle in der näheren
Umgebung, was sich im Dunkeln als schwierig erweist. Wir lernen die " Gemächlichkeit" des Verkehrs mal auf zwei Rädern kennen. Am nächsten Tag besuchen
wir die auf einem Hügel gelegene Tempelanlage Po Nagar Cham Tower. Von hier aus hat man einen schönen Blick über die gesamte Bucht und den Hafen. Danach fahren wir zur Long Son Pagode, in der sehr viele Kriegsversehrte und obdachlose Kinder leben. Diese verdienen sich hier
als Fremdenführer und wollen am Ende Grußkarten an den Touristen bringen.
Da unsere " Guides" sehr nett waren und die Erklärungen der beider Jungen uns gut gefallen haben haben wir
natürlich auch Postkarten gekauft. Am Abend gehen wir zu einem stadtbekannten Restaurant, in dem man am Tisch grillen kann. Wir bestellen zwei Portionen Grillfleisch mit Reis und viel Gemüse. Das Fleisch ist sehr scharf und mit viel Knoblauch
gewürzt, sehr lecker!
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