Durch hygienisches Essen und Trinken (nur abgekochtes, nichts lau aufgewärmtes) und konsequenten Mückenschutz (d.h. u.a. Repellentien, Mückennetz, bedeckende Kleidung) können die meisten zum Teil auch gefährlichen Durchfälle und Infektionserkrankungen vermieden werden. Dazu zählt auch die Malaria.

Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden. Malaria ist landesweit verbreitet, auch in den Städten besteht Malariarisiko. Weitere nur durch Mückenschutz vermeidbare Erkrankungen wie Denguefieber und Japanische Encephalitis kommen vor.

Jährlich erkranken ca. 100.000 Menschen in Vietnam an Dengue-Fieber, das jedoch nur in wenigen Fällen (ca. 0,3 %) zum Tode führt. Die Krankheit tritt landesweit, vorwiegend allerdings in Südvietnam, auf. Nach Angaben des vietnamesischen Gesundheitsministeriums erkranken jährlich ca. 1.000 Menschen an Japanischer Encephalitis bei ca. 10 % der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Reisende können sich gegen Japanische Encephalitis impfen lassen.

Die Zahl der mit Aids infizierten Personen steigt dramatisch. Eine vorsichtige Schätzung geht von 350.000 Infizierten aus. Die Anzahl der infizierten Prostituierten wird auf 70 % geschätzt. Die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen gelten daher auch für Vietnam in besonderem Maße.

Sinnvolle Impfungen sind : Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch Hepatitis B. Bei besonderer Exposition (Landaufenthalt, Jagd, Jogging u.a.) kann Impfschutz gegen Tollwut sehr sinnvoll sein.