Thailand Reisebericht

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Ayutthaya

Ayutthaya, war 417 Jahre Hauptstadt des gleichnamigen Reiches, die sich zu einer der prächtigsten Metropolen der damaligen Welt aufschwang. Nach der Vereinigung zweier kleinerer Fürstentümer unter dem Prinzen U Thong, der um 1350 unter dem Namen Rama Thibodi 1. das Königreich Ayutthaya gründete, nahm die Stadt am Unterlauf des Chao Phraya einen rasanten Aufstieg.

Kurze Zeit später bereits war das Reich von Sukhothai zum Vasallen degradiert und die mächtigsten Feinde (Khmer, Lanna, Burmesen) zurückgedrängt. Die 33 Könige übernahmen dabei von den Khmer ein feudales Staatssystem und die Idee des Gottkönigtums. Die gefährlichste Bedrohung für Stadt und Reich waren und blieben die Burmesen. Im 16. Jahrhundert marschierten sie zum ersten Mal gegen Ayutthaya, das sie 1564-1569 erobern konnten. 1584 besiegte König Naresuan im Zweikampf den burmesischen Rivalen und stellte die alte Macht Ayutthayas wieder her.

Die prächtigsten Tempel und Paläste wurden unter ihm und seinen Nachfolgern gebaut, und im 17./18. Jahrhundert stand das Reich auf dem Höhepunkt seiner Macht. Europäer, die zu dieser Zeit Siam besuchten erlebten staunend den Glanz Ayutthayas, das nicht nur größer als Paris oder London war, sondern mit seiner Unzahl von Kanälen und Brücken, der 12 km langen Mauer, dem riesigen Königspalast sowie nicht weniger als 29 Festungen, 94 Stadttoren und 375 Tempeln wie ein exotisches Traumbild gewirkt haben muß.

Unter König Narei (1656-1688) und seinem griechischen Berater Phaulkon der die Hauptstadt zeitweilig nach Lopburi verlegte, bahnten sich jedoch Differenzen mit den europäischen Handelsnationen an, die in Ayutthaya eigene Kompanien unterhielten. Schließlich mußten alle Ausländer das Königreich verlassen: eine 150-jährige Isolation begann, und Ayutthaya mit seinen ca. 300.000 Einwohnern wurde zur verbotenen Stadt. Das endgültige Aus ereilte die Stadt durch den burmesischen Feldzug von 1765, der nach zweijähriger Belagerung in der völligen Zerstörung Ayutthayas mündete. Die Baudenkmäler, Schätze und Dokumente einer 417 Jahre währenden glanzvollen Epoche versanken in Schutt und Asche. Die markanten Ruinen gehören zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Königreiches und sind das ganze Jahr hindurch das Ziel von Kulturtouristen aus aller Welt.

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Information

Geographie

Ayutthaya liegt auf einer Insel am Zusammenfluss dreier Flüsse, Maenam Chao Phraya, Pasak und Lopburi, heute ca. 70 km nördlich der Hauptstadt Bangkok.

Geschichte

Nach einer frühen Gründung durch die Khmer erweiterte der Fürst U Thong die Stadt und machte sie im Jahr 1351 nach dem Niedergang der damaligen Hauptstadt Sukhothai zur Hauptstadt seines Königreiches. Darauf folgte eine mehr als 400jährige Periode der Herrscher von Ayutthaya. Insgesamt 35 Könige beherrschten mehr oder weniger große Gebiete Siams und erweiterten die Hauptstadt stetig.

In ihrer Blütezeit war Ayutthaya eine Weltstadt mit den drei Königspalästen, 375 Tempelanlagen und 94 Stadttoren, die von 29 Verteidigungsforts geschützt wurde. Franzosen, Portugiesen, Briten, Holländer und Japaner wohnten in ihren Stadtbezirken, abgesondert von den etwa 1 Million Siamesen der Hauptstadt. Die Europäer besaßen eigene Kirchen, von denen die Kathedrale St. Joseph aus dem 18. Jahrhundert noch erhalten ist.

Der Reichtum gründete auf den reichen Ernten der fruchtbaren Zentralebene sowie auf Steuern und Abgaben, die auf Handel und Transport erhoben wurden. Handelsbeziehungen bestanden mit China, Java, Malaysia, Indien, Ceylon, Persien, Japan, Portugal, Frankreich, Holland und England. Die enorme Entwicklung in der Architektur, Malerei und Literatur verdeutlicht den Wohlstand. Gold war ein vielbenutztes Metall, als Blattgold verwendet bei Buchbindern, Gemälden, ja ganzen Gebäuden (viele Chedis z.B. waren goldüberzogen). Zunächst von Erdwällen und Palisaden geschützt, wurde sie um 1550 mit einer Ziegelmauer befestigt. Mehrere Belagerungen durch die Burmesen konnte sie im Laufe der Geschichte überstehen, ehe sie am 7. April 1767 erobert, geplündert und fast vollständig zerstört wurde. Ayutthaya erholte sich von dieser Katastrophe nicht mehr, kurze Zeit später gründete König Rama I. die neue Hauptstadt Bangkok.

Sehenswürdigkeiten

Wat Phra Si SanphetWat Phra Si Sanphet ist der schönste Tempel (Wat) der Stadt. Er liegt direkt südlich des ehemaligen Palast-Geländes. Seine drei großen Chedis, die die Asche von König Rama Thibodi II. und seines Vaters aus dem 15. Jahrhundert beherbergen, sind das Wahrzeichen von Ayutthaya. Der zugehörige Viharn und die Mondops sind von den Burmesen zerstört worden. Eine der beiden 10 m großen, stehenden Buddha-Statuen, der Phra Buddha Lokanart konnte von König Rama I. restauriert werden. Sie steht jetzt im östlichen Viharn des Wat Pho in Bangkok.

Wat Ratchaburana - Tempelanlage erbaut zur Regierungszeit von König Chao Sam Phraya mit einem sehr harmonischen Prang, dessen Krypta begehbar ist. Die Goldfunde aus der Krypta, allen voran ein kniender Elefant, lassen sich im Chao Sam Phraya National-Museum bewundern.

Wat Mahathat wurde bereits viele Jahre vor Gründung der Stadt errichtet. Es war das rituelle Zentrum der Stadt. Die heutigen Ruinen stammen aus der Restaurierung, die von König Prasat Thong in Auftrag gegeben wurde. Der 46 m hohen Prang ist eines der eindrucksvollsten Gebäude der alten Hauptstadt.

Wat Na Phra Meru liegt auf der anderen Flußseite gegenüber des königlichen Palastes. Im Wiharn Noi gibt es eine eindrucksvolle sitzende Buddha-Statue im Dvaravati-Stil. Die Haupt-Buddha-Statue im Ubosot wird König Prasat Thong zugeschrieben (Mitte 17. Jahrhundert), sie ist eine sitzende Statue „in königlichem Ornat“.

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