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Die Fahrt nach Pokhara begann um 7:30 Uhr und wurde schon nach kurzer Fahrt durch einen Stau vor einer Tankstelle jäh unterbrochen, für 17 km benötigten wir fast 1,5 Stunden. Dass wir auch viel zu wenig Diesel hatten verriet der Fahrer uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht. 
Die Reise führt Richtung Westen, vorbei an Terrassenfeldern, auf denen je nach Jahreszeit Reis oder Senf angebaut wird. Kurz nach Naubisse erreichen wir den Trisuli-Fluss und folgen ihm durch die herrliche Bergwelt Nepals durchzogen von Flüssen und Tälern. Am Wegesrand sehen wir immer wieder einige pagodenartige Bauernhäuser.
Nach ungefähr 100 km begann der Fahrer ungeduldig nach einer Tankstelle zu suchen, doch leider herrscht in Nepal akuter Benzinmangel, nur wer gute Beziehungen hat erhält etwas. Wir mussten uns an 2
Tankstellen mit insgesamt 23 Liter zufrieden geben. Für die Fahrt nach Pokhara hat es ausgereicht.
Zwischendurch machen wir einen kurzen Fotostop an einer der unzähligen Hängebrücken. Ich lasse es mir nicht nehmen über die Brücke zum anderen Ufer zu gehen.
Wir passieren Mugling und vorbei am Marsyandi-Kraftwerk erreichen wir nach herrlicher Fahrt das weite Tal von Pokhara, am Fuße der Annapurna-Kette und des berühmten Fischschwanz-Berges. Hier in Pokhara stehen die Berge wirklich vor der Haustüre. Wir gehen zum Pehwasee und genießen den grandiosen Blick auf den See. Die Annapurnakette, die sich im See widerspiegeln soll haben wir leider nicht gesehen, da die Wetterverhältnisse an diesem Tag die Sicht auf die Berge nicht zuließ.
Am nächsten Morgen fahren wir mit dem Bus zum Hausberg Sarankot. Von dort wollen wir in einer ca. sechsstündig dauernden Wanderung über den ca. 1600 m hohen Berg Sarankot wieder zurück nach Naudanda wandern. Leider wird die Aussicht auf die Berge immer wieder durch einige Wolken verdeckt. Wir erhalten trotzdem den ein oder anderen grandiosen Blick auf die Berge.
Unser Weg führt uns zunächst vorbei an einem verfallenen Hotel, Reis- und Senfplantagen und anschließend durch mehrere typisch nepalesische Bergdörfer. In einem Dorf halten wir eine Rast, eine Toilette und kalte Getränke gibt es auch hier. Wir decken uns ein, denn bisher ist es nur ein Spaziergang. Die richtige Wanderung beginnt erst jetzt. Der Reiseleiter mahnt zur Eile, denn die restlichen 13 km wollen
auch noch erwandert werden. Es geht rauf und runter die ältesten Reiseteilnehmer vorne weg und wir hinterher. Was so richtige Wanderer sind die schaffen so ein paar Kilometer in kurzer Zeit.
Da es manchmal, besonders am Ende der Wanderung sehr steil Bergab geht laufe ich recht langsam, da die Knie die Schläge leider nicht mehr so gut wegstecken. Ich lasse mich jedoch nicht entmutigen und halte locker mit. Recht müde kehren wir alle wieder zurück. Am Hotel angekommen bleibt uns nicht viel Zeit bis es Abendessen gibt, wir sitzen draußen und eine nepalesische Band spielt sehr gute Musik. Da es abends recht kühl wird haben wir ein großes Lagerfeuer angezündet, so kann man es aushalten.