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Chitwan Nationalpark

Früh am Morgen machten wir uns auf den Weg zum Chitwan Nationalpark. Mit dem Bus fahren wir entlang der Bergkette des Himalayas zurück nach Muglin. Hier zweigen wir nach Süden ab und fahren über Narayangadh zum Chitwan-Nationalpark.

Nach einigen Stunden Fahrt waren wir gezwungen einen Zwischenstop einzulegen, da es auf der einzigen von unserem Bus befahrbaren Strasse einen tödlichen Unfall gegeben hat und die Strecke für eine Weile gesperrt wurde. Hier wird uns wieder einmal die riskante Fahrweise der Nepalesen bewusst. Das Unfallopfer liegt nur notdürftig zugedeckt am Straßenrand, der Unfallfahrer ist geflüchtet. Die Straße wurde zunächst gesperrt und als der Bus stoppte sind wir ausgestiegen um uns ein wenig Bewegung zu verschaffen. Wir haben schließlich schon eine ganze Weile im Bus gesessen. Da es hier nur die eine Straße gibt und wir uns nicht verlaufen können gehen wir an der endlosen Autoschlange vorbei um uns die Beine zu vertreten. Sobald die Straße für die Autos freigegeben wird würde uns der Bus ja wieder einsammeln. Notgedrungen führte auch unser Fußweg sehr dicht an dem an der Straße liegenden Unfallopfer vorbei, was ein grausamer Anblick war. Es sollte jedoch nicht das einzige Mal sein, dass wir einen solchen Unfall sehen. Unser Reiseleiter erzählte uns hinterher, dass es sich bei der verunglückten Frau um eine Bäuerin gehandelt habe, die im Wald nach Holz gesucht hat. Sie ist wohl aus dem Wald auf die Straße getreten und von einem Fahrzeug erfasst worden.

Nach weiteren Stunden Fahrt erreichen wir endlich den Nationalpark. Er befindet sich mitten im Terai und ist ein Paradies für Tier- und Naturliebhaber.

Im Chitwan Nationalpark angekommen machten wir uns nach der Begrüßung durch den Hotelmanager auf den Weg in das nahe gelegene Dorf. Wir werden auf einem kleinen Bauernhof durch die Besitzer freudig begrüßt und dürfen deren Wohnung besichtigen. Bei unserem Spaziergang durch das Dorf gewinnen wir einen kleinen Einblick in das Leben der Dorfbewohner. Ein Leben in dieser Armut wäre für uns unvorstellbar. Ein Leben ohne unsere so alltäglichen Annehmlichkeiten wie fließend warmes Wasser, ein eigenes Bett, eine Toilette wäre wohl der Alptraum schlechthin. Von unseren anderen Errungenschaften wie Handy, Fernseher, Auto, Strom mal ganz zu schweigen!

Wir besuchten auch noch unsere Safarielefanten, denn die haben Nachwuchs bekommen. Die zwei Elefantenbabys sind gerade einmal 3 Monate alt. Natürlich müssen wir die Babys besuchen.

 

Am nächsten Morgen kurz nach Sonnenaufgang, noch vor dem Frühstück, unternahmen wir eine Elefantensafari in den Busch. Neben vielen Vögeln, Rotwild und ein Krokodil bekamen wir drei Panzernashörner vor die Linse. Danach konnten wir ausgiebig frühstücken.

Nun hieß es wieder Tasche packen. Wir haben noch einen langen Weg nach Indien der uns über die Grenze nach Bhairahawa führt. In diesem von allen guten Geistern verlassenen Ort übernachten wir notgedrungen, da wir am nächsten Tag früh die Grenze passieren wollen. Leider ein nicht so rühmlicher Abschluss einer einwöchigen grandiosen Nepalrundreise.

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Update: 23.01.2009, 18.43 © Martin & Silvia Prange
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