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Tokyo

Mit nur 10 Minuten Verspätung landeten wir in Tokyo. Nun müssen wir noch durch den Zoll. Während des Fluges erhielten wir eine Karte die wir ausfüllen müssen. Einzeln treten wir auf den Beamten zu. Nach einer Minute hatte ich schon meinen Pass wieder in den Händen. Da nur wenige Europäer an Bord waren geht die Einreise sehr schnell voran. Die Beamten sind sehr freundlich. Der Weg zu unserem Gepäck ist auch nicht weit, nur ist leider irgendwas am Gepäckband defekt. Es dauert fast eine Stunde bis die ersten Gepäckstücke kommen. Hier erleben wir sofort das Katastrophenmanagement der Japaner. Nach kurzer Zeit wurden alle Mitarbeiter mobil gemacht, den Defekt so schnell wie möglich zu beheben. Die Durchsagen einer Mitarbeiterin mit einem Megaphon waren für uns zwar nicht verständlich, obwohl sie in Englisch war, doch man war sehr bemüht das Problem zu beheben. So hatten wir genügend Zeit uns ein wenig mit einer 80 Jahre alten Dame zu unterhalten. Sie und ihr Mann lebten viel Jahre in Japan da ihr Mann Botschafter war. Die letzten Jahre die sie in Deutschland verbracht hat haben ihren Wunsch, irgendwann noch einmal für einen Besuch nach Japan zurückzukehren immer größer werden lassen. Irgend wann hatte sie dann kurzerhand ihre japanischen Freunde informiert wann sie kommt. Leider war es ihrem Mann aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr möglich mit ihr zu Reisen, was ihre Wiedersehensfreude allerdings keinesweg beeinträchtigte. Während wir am Gepäckband warteten erzählte sie uns von ihren Erinnerungen und gab uns nützliche Tips für unserer Rundreise. So verging die Zeit für uns wie im Flug.

Unser erstes Abenteuer beginnt mit der Zugfahrt nach Shinagawa, ein Stadtteil von Tokyo. Die erste Herausforderung ist das richtige Ticket zu bekommen und den Bahnsteig zu finden. Es war aber problemloser als zunächst befürchtet. Freundliche Mitarbeiter erwarten den Reisenden am Fahrkartenschalter, reservieren die Sitzplätze und bitten um Barzahlung. Alles zusammen benötigten wir 1:15 Stunde bis wir unser Hotel erreichten. Da die Zugfahrt vom Narita Airport nach Shinagawa schon 50 Minuten dauerte sind wir zufrieden.
Unser Hotel liegt direkt am Shinagawa Bahnhof. Da wir schon Vormittags in Tokyo angekommen sind können wir das Gepäck noch nicht auf unser Zimmer bringen, das geht erst um 15:00 Uhr. Wir geben unser Gepäck an der Hotel eigenen Gepäckaufbewahrung ab und nutzen die Zeit für einen ersten Ausflug mit der U-Bahn in die Innenstadt.

Den Nachmittag verbringen wir im Zentrum der Stadt. Viele Geschäfte haben bis 22:00 Uhr geöffnet. Wir sehen uns das Mitsukoshi-Kaufhaus mit dem Lebensmittelmarkt und die Nikonbashi-Brücke an. Da Tokyo eine riesige Stadt ist benutzen wir immer wieder die U- oder S-Bahn, um zum nächsten Ziel zu gelangen. Fast alle Bahnhöfe sind riesig. Das Zurechtfinden auf dem Bahnhof und die Handhabe der Fahrscheinautomaten müssen wir erst erlernen. Immer wieder eilen uns Japaner zu Hilfe und erklären uns das System.

Da wir im Flugzeug kaum geschlafen haben sind wir inzwischen sehr müde und gehen am späten Nachmittag zum Shinagawa Prince Hotel zurück. Das Hotel ist während der Maifeiertage ausgebucht, die Schlange an der Rezeption ist entsprechend lang. Nach 30 Minuten sind wir an der Reihe und bekommen die Schlüssel. Das Zimmer liegt im 36. Stockwerk, der Ausblick von hier oben ist toll. Endlich konnten wir duschen und die Kleidung wechseln. Danach hatten auch wieder Lust raus zu gehen, außerden hatten wir inzwischen Hunger. Wir suchten ein Restaurant, in der Nähe des Bahnhofs werden wir fündig. Tokyo bei Nacht

Obwohl wir schon fast 2 Tage nicht geschlafen hatten, genossen wir vor dem Schlafengehen noch eine Weile den Ausblick auf Tokyo von unserem Hotelzimmer

Stadtrundfahrt

Auch am zweiten Tag unseres Urlaubs konnten wir nicht ausschlafen, denn wir hatten für heute eine ganztägige Stadtrundfahrt gebucht. Um 7:00 Uhr gingen wir Frühstücken, unser Glück denn 20 Minuten später warteten schon viele Hotelgäste vor dem Restaurant. Obwohl das Hotel 4 Restaurants hat, wollten wohl alle Hotelgäste hier frühstücken. Das kalte und warme Buffet sah aber auch zu gut aus. Es war aufgeteilt in japanische und westliche Gerichte sowie natürlich Säfte, Tees, Kaffee u.v.a.m. Nach dem Frühstück hatten wir noch einige Minuten Zeit bis der Bus kam, der uns um 8:00 Uhr zu der von uns gebuchten Tour abholte.

Der Tagesablauf sah wie folgt aus:

  • " Tokyo-Tower" In einem gläsernen Aufzug fuhren wir zur ersten Plattform hinauf. Der Ausblick ist es wert.
  • Eine " Teezeremonie" im Japanischen Garten findet in einem kleinen Raum statt. Der grüne Tee ist sehr bitter, da helfen auch nicht die Zuckerbonbons hinüber.
  • Der " Imperial Palace Plaza" (Kaiserpalast) ist ein Reinfall, außer zum Geburtstag des Kaisers ist der Palast geschlossen.
  • Zum Mittagessen fuhren wir zu einem Hotel, dessen Aussenanlage als Park angelegt war. Das Hotel verfügte über unterschiedliche Restaurants die teilweise im Park verteilt waren. Unser Mittagessen erwartete uns am anderem Ende des Gartens. Jeder Tisch hatte einen eigenen Koch/Köchin der für die Gäste auf einer heißen Stein-Platte Speisen grillte. Das Essen wurde anschließend direkt auf die Teller verteilt . Wir saßen mit zwei jungen Japanerinnen an einem Tisch und liessen uns von unserer Köchin verwöhnen.
  • Bootsfahrt auf dem Hinodefluß bis Asakusa.
  • Asakusa Kannon Tempel. Sehr schön aber völlig überfüllt.

Die Besichtigungzeit ist bei allen Zielen viel zu kurz. Die Bootsfahrt auf dem Hinodefluß bis Asakusa völlig überfüllt.
Um 17:00 Uhr ließen wir uns im Stadtteil Ginsa absetzen und schauten uns die tollen Geschäfte an. Als die letzten Geschäfte und Restaurants schlossen kehrten wir zu unserem Hotel zurück.

Das Hotel: (http://www.princehotelsjapan.com)

Shinagawa Prince Hotel Tokyo
4-10-30 Takanawa
Minato-Ku
Tokyo 108-8611

Telefon:+81 3 3440 1111

Shinagawa Prince Hotel

Vorteile:

  • Vom 36. Stockwerk hatten wir einen phantastischen Ausblick auf Tokyo.
  • Das Frühstücksbuffet war sehr gut.
  • Das Hotel liegt 5 Minuten zu Fuß vom Shinagawa Bahnhof entfernt.
  • Die Zimmer sind die größten auf dieser Reise.

Nachteile:

  • Das Internetcafe hat schon recht alte Notebooks. Die Preise der Getränke sind recht hoch. Der Kaffee ist sehr schlecht. Um einen PC nutzen zu können muss man etwas verzehren.
  • Das Hotel besteht aus vier großen Komplexen:
    Main Tower (1.015 Räume)
    Annex (257 Räume)
    New Tower (1.736 Räume, 39 Stockwerke)
    Executiv Tower (672 Räume)
    Bei so vielen Zimmer sucht man schon ein wenig um sein eigenes Zimmer zu finden.

 

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Update 09.01.2011, 17.33 © Martin & Silvia Prange Optimale Auflösung: 1024 X 768 Pixel