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Karten von Kyoto (300 kb Kartengröße 1200px X 1000 px)

Kyoto

Heute endet unser Aufenthalt in Nikko. Um 9:28 Uhr fährt unser Zug nach Kyoto. Von Nikko kommend müssen wir in Utzonomya in den Shinkansen nach Tokyo umsteigen. Dieser Zug ist genauso wie bei unserer Hinfahrt sehr voll. Leider haben wir diesmal keine Sitzplatzreservierung.

Zum Umsteigen in Tokyo haben wir genau 12 Minuten Zeit. Wer einmal den Bahnhof von Tokyo gesehen hat weiß, dass mit Gepäck und Unkenntnis ... Wir haben es dennoch geschafft.

Um 14:20 Uhr kommen wir in Kyoto an. Der Bahnhof ist bisher der größte und modernste in Japan. In den Bahnhof wurde ein tolles Einkaufszentrum (The Cube) mit vielen Restaurants integriert. Von den Restaurants im oberen Stockwerk hat man einen tollen Ausblick auf Kyoto. Trotzdem suchen wir unser Hotel, es liegt am Bahnhof... Nur welchen Ausgang sollen wir nehmen? Nach dem wir dann doch um Rat gefragt haben geht es ganz schnell. Direkt am Ausgang rechts, bis zum Ende des Bahnhofsgebäudes, die kleine Straße überqueren, schon stehen wir vor unserem Hotel.

An unserem ersten Nachmittag in Kyoto wollen wir den Philosophenweg entlang gehen. Da wir nicht genau wußten, wo der Philosophenweg beginnt, gehen wir zu Fuss quer durch die Stadt, anstatt die U-Bahn zu benutzen. Das war ein großer Fehler. Wir suchen mit dem Stadtplan in der Hand ca. zwei Stunden und stellen am Ende entnervt fest, dass es mit der U-Bahn nur 4 Haltestellen gewesen wären. Wir hatten uns leider erst gegen 16:00 Uhr auf den Weg gemacht, so dass wir den Philosophenweg erst gegen 18:00 Uhr erreichten. Da es schon bald dunkel wurde, entschlossen wir uns in den nächsten Tagen noch einmal einen Versuch zu wagen den Weg zu finden. Dann werden wir jedoch den größten Teil des Weges mit der U-Bahn zurück legen.

Kyoto Stadtrundfahrt

Eigentlich fahren wir nicht gerne mit einer Reisegruppe, diesmal jedoch haben wir eine ganztägige Stadtrundfahrt gebucht, auch diesmal sind wir enttäuscht. Die Touren werden immer zu umfangreich ausgelegt. Lieber ein Ziel weniger und dafür etwas mehr Zeit.
Bei unserer ersten Station, dem Schloss Nijo, haben wir nur 5 Minuten Zeit. Diese Zeit reicht gerademal um ein Foto zu machen. Da alle Räume leer sind, fällt es uns schwer uns vorzustellen, wie es hier mal zugegangen sein soll. Das Schloß gefällt uns daher leider nicht.

Unsere zweite Station ist der Goldene Pavillon (Kinkaku-ji) Dieser Tempel gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der toll angelegte Park zieht sehr viele Besucher an, sodass man sich anstellen muß um einen Blick auf den Goldenen Pavillon werfen zu können oder ein Foto zu machen. Wir haben zu Besichtigung der kompletten Anlage genau 18 Minuten Zeit bevor wir uns am Bus einfinden müssen.

Der letzte Ausflug an diesem Vormittag führt uns zum Königspalast. Hier dürfen wir uns nicht von der Gruppe entfernen, während der Führung ist eine Sicherheitsperson immer dabei. Für eine kurze Fotografiermöglichkeit bleibt auch hier keine Zeit. Nach dem geführten Rundgang besteigen wir sofort wieder den Bus. Das Mittagessen bekommen wir im Kyoto Handcraft Center.

Wir haben zum Mittagessen fast 2 Stunden Zeit bis die Nachmittags-Tour um 14:00 Uhr beginnt. Wir sitzen kaum im Bus und schon beginnt der Stress von neuem. Schon die Aufzählung der Ziele treibt uns den Schweiß auf die Stirn. Während der Beschreibung der Tour sagt die Reiseleiterin schon gleich dazu wie lange man die Sehenswürdigkeiten auf eigene Faust erkunden kann: 15 Minuten war das längste.

Für eine kurze Einführung in die Sehenswürdigkeiten der Stadt sind die Ausflüge eine schöne Sache. Um die einzelnen Ziele jedoch ausgiebig zu besichtigen wäre ein zweiter Besuch auf eigene Faust notwendig.

Hier unsere Ziele: (Bilder)

  • Hai nan Tempel
  • Sanjusangen-do-Tempel
  • Kiyomizu-dera-Tempel (auf einem Hügel mit schönem Blick auf die Stadt)

Geisha, Geiko und Maiko

Am nächsten Tag hatten wir eigentlich geplant nach Nara zu fahren. Da es aber in Kyoto noch soviel zusehen gab entschieden wir uns dafür in der Stadt zu bleiben. Als erstes fahren wir zum Elkan-do (Zenrin-ji)Tempel. Von hier ist der Philosophenweg nicht weit. Diesen Weg wollten wir schon an unserem ersten Tag besuchen, leider haben wir den Weg nicht gefunden. Diesmal jedoch war es kein Problem. Der Weg führt entlang eines Kanals, an dem zahlreiche Kirschbäume wachsen. Hier liegen außerdem sehr viele Tempel, unter anderem auch die Silberpagode. Sie ist dem Goldenen Pavillon sehr ähnlich, leider wurde das Vorhaben, den Tempel zu versilbern nie vollzogen.

Nach dem Mittagessen fahren wir in den Süden Kyotos, dort liegt der Fushimi Schrein. Um dort hin zu gelangen fuhren wir wieder mal mit dem Zug und zwar bis in den Stadtteil Fushimi. Dort angekommen mussten wir feststellen, dass weit und breit kein Hinweisschild auf den Schrein zu finden war. Als wir zum Bahnhof zurückgingen um noch einmal nach dem Weg zu fragen, erklärte man uns, dass wir zu weit gefahren sind. Unser Fehler war, dass wir den Schnellzug benutzt hatten, der nicht an der eigentlichen Haltestelle angehalten hatte. Wir mussten also mit einem " Bummelzug" vier Stationen zurückfahren. Nachdem wir die Fahrscheine allerdings schon entwertet hatten suchte die Ticketverkäuferin nun eine Lösung, wie wir - ohne neue Tickets kaufen zu müssen - an unser Ziel gelangen könnten. Kurzerhand erstattete sie uns zu allererst das zuviel gezahlte Fahrgeld und telefonierte dann mit dem Bahnhofsvorsteher des Bahnhofes Inari um ihm mitzuteilen, dass wir ohne Tickets am Bahnhof ankommen würden. Der Bahnhofsmitarbeiter empfing uns bereits bei unserer Ankunft auf dem Bahnhof mit einem Lächeln. Er führte uns zu den Ausgängen und öffnete einen für uns.

Am Fushimi-Inari-Schrein angekommen entdecken wir zuerst ein Kamerateam. Hier wird offensichtlich ein typisch japanischer Film gedreht. Hauptdarstellerinnen sind offenbar zwei junge Frauen, eine Geiko und eine Maiko. Sie sehen in ihren traditionellen Kostümen hinreißend aus. Später konnte ich die Frau in dem schwarzen Geiko-Kostüm (mit ihrer Erlaubnis) aus der Nähe fotografieren.

Der Fushimi-Inari-Schrein hat eine bemerkenswerte 4 km lange Allee roter Torii. Die einzelnen Torii wurden von den Gläubigen gestiftet und zwar immer dann, wenn sie ein gutes Geschäft abgeschlossen haben. Wenn man den Weg entlang geht, kommt man am Ende zu einem kleinen See.

 

DAS HOTEL:

Dai-ni Tower Hotel Kyoto
Higashino-Toin-Dori
Hichijo-Sagaru Shimogyo-Ku
Kyoto, 600-8216

Dai-ni Tower Hotel Kyoto
Vorteil
  • Das Hotel liegt sehr zentral. Man verlässt den Bahnhof in Richtung Tower, wendet sich sofort nach rechts und steht schon vor dem Hotel.
Nachteil
  • Das Zimmer ist sehr klein. Das Bett ist mit einer Breite von 140 cm das kleinste auf dieser Reise.
  • Die Matratze ist durchgelegen.
  • Wir finden, dass dieses Hotel den Preis nicht wert ist.
  • Erst auf Nachfrage erhalten wir unser bereits bezahltes Frühstück.
  • Nach unserem Aufenthalt wollte man uns das Zimmer ein zweites Mal in Rechnung stellen.

 

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Update 27.11.2007, 18.03 © Martin & Silvia Prange Optimale Auflösung: 1024 X 768 Pixel