Weitere Seiten von Kanazawa:Bilder von Kanazawa KANAZAWAVon nun an sind wir ohne Reiseleitung unterwegs. Die zwei Ausflüge in Tokyo dienten dem ersten Überblick in Japan. Im Bahnhof von Shinagawa mußten wir zunächst unsere Japan-Rail-Pässe aktivieren, was in wenigen Minuten erledig war. Da die Fahrpreise in Japan's Zügen sehr hoch sind, wird allen Ausländern ein Japan-Rail-Pass empfohlen. Der Rail-Pass ist allerdings nur in Verbindung mit einem Reisepass gültig. Das Ticket für die zweite Klasse kostet für eine Person für die erste Woche 28.300 Yen, für zwei Wochen 45.100 Yen. Schon nach wenigen Buchungen bemerkt man eine Ersparnis gegenüber vielen Einzelbuchungen. Da unser Zug nach Sin Yokohama bereits in 15 Minuten abfährt begeben wir uns sofort zum Bahnsteig, die Fahrzeit dauert 10 Minuten. Der Anschlusszug kommt erst in 30 Minuten. Nach diesem Aufenthalt geht es weiter nach Maibara, die Fahrzeit beträgt fast 2 Stunden. Der Shinkansen ist 2 Minuten eher in Maibara, so dass wir den Anschlusszug, der nur eine Minute später abfährt, noch erreichen können. Das spart uns eine Stunde Wartezeit. Dieser Regionalzug ist auch wieder 2 Stunden unterwegs. Die japanische Bahn ist an Pünktlichkeit und Bequemlichkeit nicht zu übertreffen.
Der für den Abend angekündigte Regen überraschte uns schon am späten Nachmittag und vertreibt uns aus dem schönen Park. Gegen 17:30 Uhr sind wir dann endlich wieder am Hotel und dürfen auf unser Zimmer. Wir bekommen auch einen Gutschein für ein Abendessen in einem japanischen Restaurant. Da sich das Restaurant nichtim Hotel sondern im Nachbarhaus befindet begleitet uns der Hotelchef persönlich am ersten Abend zum Restaurant. Nachdem wir Platz genommen hatten wurde uns ein " Überraschungs-Gang" nach dem anderen serviert. Nach dem 7. Gang haben wir aufgehört zu zählen. Alle Speisen waren " überraschend" lecker, nur beim vermeintlichen Nachtisch haben wir beim Probieren das Gesicht verzogen. Wir sind davon ausgegangen Vanillepudding zu essen. Auf Nachfrage stellte sich dann jedoch heraus, das es sich um " warmen gesalzenen Eierpudding" handelte. Aufgegessen haben wir ihn nicht, denn so was salziges ist wirklich nur was für Japaner. Wir haben uns an diesem Abend köstlich amüsiert und das Personal mit unseren Fragen auf Trab gehalten. Am Abend begann es so richtig zu regnen. Der Regen dauerte die ganze Nacht. Um 9:00 Uhr verließen wir unser Hotel und spazierten zum Myoryuji Tempel im Nishi Chaya Distrikt. Im Normalfall muss man sich für eine Führung anmelden, wir hatten Glück und konnten auch ohne Anmeldung an einer Führung auf japanisch! teilnehmen. Die 40-minütige Führung ist mit 800 Yen Eintritt allerdings kein billiges Vergnügen. In diesem ehemaligen Ninjatempel wurden unzählige versteckte Flucht-und Falltüren in die Zimmer eingebaut. In einem Zimmer sogar 5 Stück. Nachdem wir den Tempel besichtigt hatten spazierten wir einfach so durch die kleinen Gassen des Distrikts,da es in diesem Gebiet noch viele weitere Tempel zu sehen gibt. Nach einer kurzen Pause in einem Cafe machten wir uns zum zweiten mal auf den Weg zur Burg Kanazawa. Dazu durchquerten wir zunächst den Oyama Schrein, der in mitten eines sehr schön angelegten japanischen Parks liegt. Diesemal erreichten wir die Burg Kanazawa von der anderem Seite. Wir bezahlen 700 Yen pP Eintritt und wurden in japanischer Burgenbaukunst anhand von Videos und Modellen unterrichtet. Im Anschluß hieran besuchten wir eine Blattgoldwerkstatt im Higashi Vergnügungsbezirk und schlenderten danach durch die engen Gassen. Um 18:00 Uhr waren wir müde und gingen zum Hotel zurück. Hier konnten wir 15 Minuten Pause machen bevor wir wieder aufbrechen mußten . Wir hatten nämlich für 19:00 Uhr einen Tisch im Restaurant bestellt. Da unser Menue auch an diesem Abend sehr abwechslungsreich war und aus vielen Gängen bestand benötigten wir für das Abendessen weit mehr als eine Stunde. Da die Japaner in der Regel sehr zeitig zu Abend essen waren wir um 20:30 Uhr fast die einzigen Gäste im Restaurant. Kanazawa hat uns sehr gut gefallen.
|