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Karten von Kanazawa(600 kb Kartengröße 1200px X 1000 px)

KANAZAWA

Von nun an sind wir ohne Reiseleitung unterwegs. Die zwei Ausflüge in Tokyo dienten dem ersten Überblick in Japan. Im Bahnhof von Shinagawa mußten wir zunächst unsere Japan-Rail-Pässe aktivieren, was in wenigen Minuten erledig war. Da die Fahrpreise in Japan's Zügen sehr hoch sind, wird allen Ausländern ein Japan-Rail-Pass empfohlen. Der Rail-Pass ist allerdings nur in Verbindung mit einem Reisepass gültig. Das Ticket für die zweite Klasse kostet für eine Person für die erste Woche 28.300 Yen, für zwei Wochen 45.100 Yen. Schon nach wenigen Buchungen bemerkt man eine Ersparnis gegenüber vielen Einzelbuchungen.

Da unser Zug nach Sin Yokohama bereits in 15 Minuten abfährt begeben wir uns sofort zum Bahnsteig, die Fahrzeit dauert 10 Minuten. Der Anschlusszug kommt erst in 30 Minuten. Nach diesem Aufenthalt geht es weiter nach Maibara, die Fahrzeit beträgt fast 2 Stunden. Der Shinkansen ist 2 Minuten eher in Maibara, so dass wir den Anschlusszug, der nur eine Minute später abfährt, noch erreichen können. Das spart uns eine Stunde Wartezeit. Dieser Regionalzug ist auch wieder 2 Stunden unterwegs. Die japanische Bahn ist an Pünktlichkeit und Bequemlichkeit nicht zu übertreffen.

Ein Garten in Kanazawa
Nachdem wir also fast 5 Stunden unterwegs waren erreichen wir Kanazawa. Das Kanazawa Central Hotel liegt wieder in Bahnhofsnähe, der Fußweg mit Gepäck beträgt fast 10 Minuten. Da wir unser Zimmer noch nicht beziehen konnten geben wir zunächst unsere Rucksäcke ab und gehen zu Fuß zur Burg Kanazawa. An der Burg angekommen, beschließen wir , ihr zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal einen Besuch abzustatten, da das Wetter zu schön ist um sich in der Bug aufzuhalten. Wir wollen lieber den sonnenschein nutzen und gehen von der Burg daher zunächst zu dem in direkter Nachbarschaft liegenden Kenrokuen Garden. Bei unserem Spaziergang durch den japanischen Garten entdecken wir das Teehaus und legen dort eine Pause ein. Es gibt hier den traditionellen grünen Pudertee. Natürlich wird dazu grüner süßer Reis gereicht. Die Teezeremonie ist viel feierlicher und ruhiger als in Tokyo. Wir lassen uns eine Stunde Zeit und geniessen die Ruhe im Garten des Hauses.

Der für den Abend angekündigte Regen überraschte uns schon am späten Nachmittag und vertreibt uns aus dem schönen Park.

Gegen 17:30 Uhr sind wir dann endlich wieder am Hotel und dürfen auf unser Zimmer. Wir bekommen auch einen Gutschein für ein Abendessen in einem japanischen Restaurant. Da sich das Restaurant nichtim Hotel sondern im Nachbarhaus befindet begleitet uns der Hotelchef persönlich am ersten Abend zum Restaurant. Nachdem wir Platz genommen hatten wurde uns ein " Überraschungs-Gang" nach dem anderen serviert. Nach dem 7. Gang haben wir aufgehört zu zählen. Alle Speisen waren " überraschend" lecker, nur beim vermeintlichen Nachtisch haben wir beim Probieren das Gesicht verzogen. Wir sind davon ausgegangen Vanillepudding zu essen. Auf Nachfrage stellte sich dann jedoch heraus, das es sich um " warmen gesalzenen Eierpudding" handelte. Aufgegessen haben wir ihn nicht, denn so was salziges ist wirklich nur was für Japaner. Wir haben uns an diesem Abend köstlich amüsiert und das Personal mit unseren Fragen auf Trab gehalten.

Am Abend begann es so richtig zu regnen. Der Regen dauerte die ganze Nacht.

Um 9:00 Uhr verließen wir unser Hotel und spazierten zum Myoryuji Tempel im Nishi Chaya Distrikt. Im Normalfall muss man sich für eine Führung anmelden, wir hatten Glück und konnten auch ohne Anmeldung an einer Führung auf japanisch! teilnehmen. Die 40-minütige Führung ist mit 800 Yen Eintritt allerdings kein billiges Vergnügen. In diesem ehemaligen Ninjatempel wurden unzählige versteckte Flucht-und Falltüren in die Zimmer eingebaut. In einem Zimmer sogar 5 Stück.

Nachdem wir den Tempel besichtigt hatten spazierten wir einfach so durch die kleinen Gassen des Distrikts,da es in diesem Gebiet noch viele weitere Tempel zu sehen gibt. Nach einer kurzen Pause in einem Cafe machten wir uns zum zweiten mal auf den Weg zur Burg Kanazawa. Dazu durchquerten wir zunächst den Oyama Schrein, der in mitten eines sehr schön angelegten japanischen Parks liegt. Diesemal erreichten wir die Burg Kanazawa von der anderem Seite. Wir bezahlen 700 Yen pP Eintritt und wurden in japanischer Burgenbaukunst anhand von Videos und Modellen unterrichtet.

Im Anschluß hieran besuchten wir eine Blattgoldwerkstatt im Higashi Vergnügungsbezirk und schlenderten danach durch die engen Gassen. Um 18:00 Uhr waren wir müde und gingen zum Hotel zurück. Hier konnten wir 15 Minuten Pause machen bevor wir wieder aufbrechen mußten . Wir hatten nämlich für 19:00 Uhr einen Tisch im Restaurant bestellt. Da unser Menue auch an diesem Abend sehr abwechslungsreich war und aus vielen Gängen bestand benötigten wir für das Abendessen weit mehr als eine Stunde. Da die Japaner in der Regel sehr zeitig zu Abend essen waren wir um 20:30 Uhr fast die einzigen Gäste im Restaurant.

Kanazawa hat uns sehr gut gefallen.

DAS HOTEL

Kanazawa Central Hotel
5-3 Horikawa-cho, Kanazawa-shi, Ishikawa Prefecture 920-0947
Telefon: 076-263-5311

Kanazawa Central Hotel
Vorteil:
  • Das Hotel liegt 10 Minuten zu Fuß vom Kanazawa Bahnhof entfernt.
  • Wir mussten den höchsten Preis für ein Zimmer bezahlen. Beschweren wollten wir uns für 1500 Yen Mehrkosten nicht (Ausländerbonus). Unser Glück... Wir bekamen dafür das größte Zimmer und jeden Abend ein Essen im japanischen Restaurant. Dieses Essen bestand aus min. 7 Gängen, inkl. grünem Tee in toller Atmosphäre. Die Zimmer sind sauber und die Betten sehr gut.

Der erste Eindruck war negativ, allerdings würden wir das Hotel im Nachhinein sehr empfehlen.

Nachteil:
  • Vielleicht der Preis 280,- € (2 Nächte), wobei die Abendessen bereits das Geld wert waren.
  • Der Zugang liegt in einem Hinterhof und die Einganshalle war von den Rauchern verpestet.
  • Das Frühstück war etwas chaotisch, da die Küche dem morgendlichen Ansturm nicht gewachsen war. Entweder waren die Getränke aus, das Brot oder der Reis...Wir nahmen es gelassen und ließen uns viel Zeit für unser Frühstück.

 

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Update 04.01.2007, 23.42 © Martin & Silvia Prange Optimale Auflösung: 1024 X 768 Pixel