Rundgang durch Xi An

Xi An ist mit 3000 Jahren eine sehr alte Stadt die im Laufe der Zeit von 11 chinesischen Dynastien regiert wurde. In den Jahren 618-907 hatte die Stadt zwei Millionen Einwohner und war damit die größte Stadt der Welt. Die Einwohnerzahl hat sich inzwischen auf drei Millionen erhöht und die Metropole Xi An ist heute die Hauptstadt der Provinz Shaanxi. Die Stadtmauer von Xi An umgibt das Zentrum der Stadt und formt ein Rechteck von 14 km Länge mit Stadttoren zu jeder Seite.
Als weitere herausragende Sehenswürdigkeit gilt die Moschee im muslimischen Viertel von Xi An, die allerdings nicht nur Muslimen offensteht. Die Atmosphäre im Innern ist ruhig und entspannend.

Die Große Wildganspagode ist das Wahrzeichen Xi An's. Das markante Bauwerk gehört zu den ältesten Pagoden Chinas. Unsere erste Entdeckungstour führt uns auf die vollständig erhaltene Stadtmauer. Von hier oben hat man einzigartige Ausblicke in die Häuser von Xi An.
In der an die Kleine Wildganspagode angrenzenden Tempelanlage, die ebenfalls sehr sehenswert ist, steht eine schöne Glocke. Es kostete 5 Yuan sie dreimal zu schlagen. Natürlich mussten wir es ausprobieren, und stellten fest das dier Ton sehr sanft und tief war.
Am Südtor der Stadtmauer finden wir bei einer unserer Entdeckungstouren einen Kunstmarkt. Hier bekommt man Pinsel, Chinesische Stempel, Farbe und Papier. Die Künstler stehen auf den Straßen und malen was der Pinsel hergibt.

Nach Kundenwünschen werden die Schriftzeichen zu Papier gebracht und mit Stempel und Siegel versehen. Die " Kunstverständigen" beobachten jeden Pinselstrich und der Künstler ist so konzentriert, daß er die Umgebung gar nicht wahrnimmt. Auch wir schauten eine Weile zu und hatten große Freude daran dazuzugehören.
Auf dieser Strasse finden wir alle Utensilien die ein Kalligraph benötigt. Hier gibt es Pinsel mit nur einem Haar oder Pinsel von einem Meter Länge, malen könnte ich damit nicht. Es gibt auch alle erdenklichen Papiersorten. Auch wir kaufen gleich verschiedene Pinsel und Tusche um uns zu Hause künstlerisch zu betätigen.
Solange kein Kunde beraten werden will fertigen die Händler in mühevoller Kleinarbeit die Pinsel selbst an. In einem Wasserbad werden die Tierhaare solange gebürstet, bis alle Knoten raus sind. Was dann noch übrig bleibt wird für den Pinsel verwendet.