Zwischenstop an einer Vasenmanufaktur
Nach dem Mittagessen fahren wir zu den Minggräbern, jedoch " müssen" wir zuvor, so sagt unser Reiseleiter, einen Zwischenstop an einer Vasenmanufaktur einlegen. Nach ein paar kurzen Sätzen zur Herstellung können wir uns in den Vorführräumen selbst ein Bild von der Herstellungsweise der verkauften Artikel machen. Wir haben uns dabei auch einen Eindruck von den dort herrschenden Arbeitsbedingungen verschaffen können, die nicht gerade der Gesundheit dienlich sind.
Anschließend werden wir in die Verkaufsräume geleitet, unsere Gruppe kann sich jedoch nicht so recht entscheiden etwas zu kaufen.
Nach einem kurzen Aufenthalt fahren wir also weiter.
Kaiserpalast (Verbotene Stadt)
Mitten im Stadtzentrum Beijings steht der Kaiserpalast. Das Gelände des Palastes umfaßt 720.000 m². Während der Blütezeit des Palastes lebten und arbeiteten hier mehr als 10.000 Personen, völlig abgeschirmt von der Welt der Normalsterblichen.
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Vor dem Mittagstor fließt der Goldwasserfluss, das Tor bildet den Eingang zum Palast. In dem Palast gibt es 8886 Räume, wobei schon die Fläche zwischen vier Säulen unter einem Dach als Raum gezählt wird. Der Eintritt in den Palast kostet 40 Yuan (ca. 10,00 DM) und lohnt sich auf jeden Fall. Gutes Schuhwerk ist Pflicht, denn die Wege sind sehr uneben und unendlich lang.
In der ranghöchsten Halle des Kaiserpalastes - die Halle der Höchsten Harmonie - steht der Thron (leider nur ein Nachbau). Hier hielt der Kaiser dreimal im Jahr die Große Audienz. Bis zu 20.000 Personen versammelten sich dann auf dem Vorplatz um dem Kaiser ihre Glückwünsche zu überbringen.

Es gibt 34 " wichtige" Gebäude und Tore in dem Palast. Die einzelnen Gebäude sind mit phantasievollen Namen wie z.B. Pavillon der Vornehmen Rechtschaffenheit, Halle der Literarischen Blüte, Halle der Mittleren Harmonie oder Halle zur Wahrung der Harmonie ausgestattet.
Die mittlere Treppe war nur für den Kaiser bestimmt, es ist eine Granitplatte mit vielen bildlichen Darstellungen. Die Platte ist auch heute noch nicht für Besucher begehbar.
Das Innere der Halle der Höchsten Harmonie ist mit 64 m Breite, 37 m Tiefe und 27 m Höhe das größte Gebäude in der Verbotenen Stadt. Die Terrasse ist weitere 7 m hoch, somit erreicht das Bauwerk eine Gesamthöhe von 34 m. Niemand in Beijing durfte höher bauen als der Kaiser.
Der Thron ist leider nur eine Nachbildung, ansonsten ist die riesige Halle leer.
Im gesamten Palast sind keine Bäume gepflanzt, da der Kaiser Angst vor einem Attentat hatte. Die Eindringlinge könnten sich auf einem Baum verbergen. Nur im eigens angelegten Garten, der nur von der kaiserlichen Familie betreten werden durfte gab es Bäume, Steine und einen Aussichtshügel.