Ankunft in Beijing (Peking)

Morgens um 6:00 Uhr landen wir auf Pekings neuem Flughafen. Der Transfer von hier zum Tian'anmen-Platz (Platz des Himmlischen Friedens) dauert mehr als 2 Stunden.

In Peking herrscht ein unglaublich dichter Verkehr. Unzählige Fahrradfahrer, Busse und Taxis verstopfen die Strassen. Platz des Himmlischen Friedens

Während unseres China-Aufenthaltes wurden gleich zwei Feste gefeiert:

1. Die gewonnene Auslosung der Olympischen Spiele 2008.

2. Ein 7 Tage andauerndes Fest anläßlich des Nationalfeiertages zur Gründung der VR China 1949 ab dem 1./2. Oktober. Diese " Verlängerung der Feiertage" wurde vor einigen Jahren eingeführt, sie dienen dazu die Wirtschaft zu fördern. Ein Großteil der Arbeitnehmer hat frei (natürlich sind die Geschäfte geöffnet) und es wird gekauft was die Geldbörse hergibt.

Mit unzähligen Blumentöpfen wurden große Schriftzeichen gebildet. Leider kann uns niemand Auskunft geben was es heißen soll, niemand spricht Englisch oder gar Deutsch und wir kein Chinesisch.

Platz des Himmlischen Friedens Als erstes sind uns die unzähligen Kameras rund um den Platz des Himmlischen Friedens aufgefallen. In China kann man diese Kameras überall finden.

Um 8:15 Uhr ist der Platz schon völlig überfüllt. Es herrscht ein unglaublicher Lärm, um den Platz herum wird der Verkehr immer dichter. Händler drängen auf den Platz und bieten den Touristen Postkarten und andere Andenken von Peking an. Sie tun das mit einer Hartnäckigkeit die schon nach wenigen Minuten nervt.

Man kann nur eines tun, lächeln und langsam weitergehen. Wer den Händlern zu viel Beachtung schenkt wird sie nicht mehr los, im Gegenteil andere Händler kommen hinzu.

Das Denkmal der Volkshelden ist ein 38 m hoher Marmorobelisk. Am Sockel des Obelisken findet man den Satz " Die Helden des Volkes sind unsterblich" , außerdem dokumentieren zehn Reliefs die Höhepunkte der revolutionären Bewegung Chinas.

Das Tor des Himmlischen Friedens beherrscht das Nordende des gleichnamigen Platzes. Davor braust der Verkehr auf einer der längsten und breitesten Strassen vorbei.

Wegen der Feiertage wurden überall auf dem Platz Blumentöpfe aufgestellt. Die Pagode ist auch vollständig aus Blumen zusammengesetzt.

An diesem Tag wird es sehr früh schon heiß und sonnig, so daß der Polizist unter einem Schirm Schutz sucht. Auf dem gesamten Platz sind überall sehr viele Polizisten verteilt, die das Treiben um sie herum überwachen. Sehr oft werden Europäer, am liebsten " blonde" Touristen um ein Photo gebeten Silvia war an diesem Tag ein begehrtes Fotoobjekt.

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Information zu: Der Tian'anmen-Platz

Unmittelbar südlich der Verbotenen Stadt und des Palastmuseums liegt der Tian'anmen-Platz (Platz des Himmlischen Friedens), das Zentrum der Stadt. Auf dem Platz können sich bis zu einer Million Menschen versammeln. Mit seiner Fläche von 40 Hektar ist er der größte öffentliche Platz der Welt. Er wurde in seiner gegenwärtigen Größe im Anschluss an die Machtübernahme der Kommunisten angelegt. Jedes Jahr finden hier große Feierlichkeiten und Kundgebungen statt.

An der Westseite des Platzes steht die Große Halle des Volkes (Sitz der chinesischen Nationalversammlung), an der Ostseite befindet sich ein Museum zur chinesischen Geschichte und Revolution. Ein Denkmal für die Helden des Volkes und das Grab des früheren Vorsitzenden Mao Zedong (1893-1976) beherrschen den Platz in seiner Mitte.

In seiner neueren Geschichte diente der Platz zahlreichen historisch bedeutsamen Massenkundgebungen als Rahmen: am 4. Mai 1919 den ersten Forderungen nach Demokratie und Liberalismus durch Studenten, die gegen den Versailler Vertrag demonstrierten; am 9. Dezember 1935 den antijapanischen Protesten, mit denen zu einem Krieg des nationalen Widerstands aufgefordert wurde; 1966 den acht bühnenreif inszenierten Massenaufmärschen, die den Beginn der Kulturrevolution markierten und für die jedes Mal circa eine Million Rotgardisten nach Peking befördert wurden, um auf die revolutionären Ideale eingeschworen und dann voller Schaffensfreude in die Provinzen entsandt zu werden; und im April 1976 der brutal unterdrückten, dem Gedenken an den früheren Premierminister Zhou Enlai (1898-1976) gewidmeten Qing-Ming-Demonstration, die zum ersten Mal auf den späteren Fall der Viererbande hindeutete.

Heute ist der Platz jedoch vor allem wegen der entsetzlichen Ereignisse von 1989 bekannt, als Studenten und Arbeiter friedlich für Demokratie demonstrierten und Tausende am 4. Juni des Jahres vom chinesischen Militär getötet wurden

© Martin Prange [1999 - 2006] Update: 21.10.2008, 19.13 Optimale Auflösung: 1024 X 768 Pixel