Am 31.10.08 flogen wir von Düsseldorf nach Kairo. Wir fahren zum Cataract Pyramids Resort, ein 5-Sterne-Hotel, ca. 10 Kilometer von den Pyramiden entfernt. Da wir erst um 21:00 Uhr am Hotel ankommen, bleibt uns nur wenig Zeit zum Abendessen. Die weitläufige Hotelanlage bietet viele Möglichkeiten nach den Besichtigungen zu entspannen. Am nächsten Morgen besuchen wir als erstes die Mohamed Ali Moschee und die Zitadelle - die im Jahre 1176 vom Sultan Salah Al-Din erbaut wurde. Schon von weiten sieht man die schönen runden Dächer.

Mohamed Ali Moschee

Das Innere der Moschee wurde umrahmt von vielen unterschiedlichen Säulen, diese tragen unzählige kleine runde Dächer. Der kleine Turm im Hintergrund unten links beherbergt eine französische Uhr die schon seit sehr langer Zeit defekt ist. Diese Uhr ist ein Geschenk, im Gegenzug dafür bekam Paris den Obelisk.

Der Innenraum hängt voller Lampen die an langen Seilen aufgehängt wurden. Die reich verzierten Kuppeldächer üben eine magische Anziehungskraft aus. Fast jeder Besucher schaut eine Weile nach oben. Eine sehr schöne goldene Treppe befindet sich im vorderen Bereich. Da die Zitadelle auf einer Anhöhe erbaut wurde hat man von hier einen wunderbaren Blick auf Kairo. Das Mittagessen auf einem Restaurantboot auf dem Nil entpuppte sich als Touristennap. Nach dem Essen geht es in die koptische Altstadt. Vorbei an langen Bücherwänden wollen wir eine koptische Kirche, eine jüdische Synagoge und einige andere Bauwerke besichtigen.

 

Kairo bei Nacht!

Kairo am AbendUnser Standrundgang begann um 20 Uhr, zuerst fuhren wir zum Nil und bestiegen eine Felukke. Fast 45 Minuten kreuzten wir über den Nil und schauten uns die Skyline an. Auf dem Rückweg zum Hotel statteten wir der Gedenkstätte des Mordes an Muhammad Anwar as-Sadat einen Besuch ab. Die gegenüberliegende Tribüne sieht man auf dem Bild auf der anderen Seite. Leider durften wir nicht näher kommen, einige Soldaten bewachten das Monument.

Besuch der Hauptstadt des Alten Reichs Memphis. Leider gibt es hier nicht so viel zusehen. Memphis liegt in der Nähe des Nildeltas, etwa 18 km südlich von Kairo und in der Nähe der heutigen Dörfer Mitrahine und Sakkara. Während der ganzen Periode des Alten Reiches (um 3100 bis 2242 v. Chr.) war Memphis die älteste Hauptstadt und als Residenzstadt ein bedeutendes Zentrum. Zur damaligen Zeit dürfte Memphis nahe dem alten Nilbett auf der westlichen Seite gelegen haben – die heutigen Ruinen liegen ca. 3 km vom Nil entfernt. Davon zeugen die Ruinen, die im 19. und 20. Jahrhundert ausgegraben wurden, u. a. die Tempel von Ptah, Isis und Re, das Serapeum, zwei kolossale Statuen von Ramses II., eine Alabastersphinx und viele Wohnhäuser.

Der nächste Tag:

Am nächsten Tag begangen wir unsere Besichtigungen schon sehr früh. Als erstes waren die Pyramiden an der Reihe. Imhotep war um 2700 v. Chr. der erste große Baumeister des Alten Reichs in Ägypten und war für den Bau der Djoser-Pyramide in Sakkara verantwortlich.

Die Stufenpyramide hatte eine große religiöse Bedeutung. In der Mythologie der Ägypter stieg einst der Sonnengott Re von einem Berg herab, um die Menschen zu erschaffen. Der Pharao ließ sich in der Pyramide begraben, die den heiligen Berg symbolisieren soll.

Pyramiden

Durch die Konstruktion der Stufenpyramide schuf er eine riesige Steintreppe zum Himmel empor, die es dem verstorbenen Pharao ermöglichen sollte, zu seinem wahren Vater, dem Sonnengott, zu gelangen. Dort würde ihn dann die Unsterblichkeit erwarten, die sonst nur den Göttern vorbehalten war. Seine Pyramide schuf also eine Verbindung zwischen Menschen und Göttern und ließ den Pharao diese Unsterblichkeit erlangen.

Die Pyramiden von Gizeh in Ägypten gehören zu den bekanntesten und ältesten erhaltenen Bauwerken der Menschheit. Sie befinden sich am westlichen Rand des Niltals, etwa acht Kilometer südwestlich der Stadt Gizeh. Sie sind rund 15 km vom Kairoer Stadtzentrum entfernt und liegen direkt an der Pyramidenstraße. Sie sind das einzige erhaltene der sieben Weltwunder der Antike.

Sphinx

Die Pyramiden von Gizeh entstanden etwa zwischen 2620 bis 2500 v. Chr. in der 4. Dynastie. Sie wurden auf einem rund 1000 mal 2000 m großen Kalksteinplateau errichtet, wobei mit dem Bau der Pyramiden Nebenpyramiden, Tempelanlagen, Gräberfelder und Arbeiterdörfer entstanden.

Rund 10 Kilometer von den Pyramiden entfernt befindet sich ein kleiner Hügel von dem man alle Pyramiden zusammen sehen kann. Man erreicht diesen Ausguck über eine Stichstraße.

Die Große Sphinx von Gizeh ist die mit Abstand berühmteste und größte Sphinx. Sie stellt einen liegenden Löwen mit einem Menschenkopf dar und wurde vermutlich in der 4. Dynastie, circa 2700–2600 v. Chr. errichtet. Seit mehr als vier Jahrtausenden ragt die Sphinx aus dem Sand der ägyptischen Wüste. Die Figur ist ca. 73,5 m lang, 6 m breit und ca. 20 m hoch. Allein die Vorderpfoten haben eine Länge von etwa 15 m. Wozu die Sphinx diente, ist bis heute unbekannt. Möglicherweise sollte sie das Plateau von Gizeh bewachen.

An unserem letzen Abend bummeln wir auf dem Khan El Khalili Bazar. Wir haben fast drei Stunden Zeit bis unser Zug nach Luxor abfährt. Unser Nachtzug sollte gegen 22:00Uhr vom Bahnhof starten, da wir mal wieder viel zu früh da waren hatten wir Zeit, dem Treiben zu zusehen.

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05.02.2010, 19.54 © Martin & Silvia Prange [2009]

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